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Berlin & Brandenburg Verstärkte Corona-Kontrollen in der Hauptstadt

Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild

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Berlin (dpa/bb) - Die Hauptstadt-Polizei wird am Wochenende zusammen mit Bundespolizisten verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln in Berlin kontrollieren. Am Tag werden 1000 Einsatzkräfte stadtweit unterwegs sein. Darauf verständigten sich Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), wie Geisels Behörde am Donnerstag mitteilte.

Ab Samstag gilt in Berlin eine neue Infektionsschutzverordnung. Es gilt eine Maskenpflicht für Wochenmärkte, für zehn Einkaufsstraßen wie Ku'damm und Friedrichstraße, für Warteschlangen und Shoppingmalls. Draußen dürfen sich nur noch 25 statt bisher 50 Menschen treffen.

500 Polizisten aus Berlin und genauso viele vom Bund werden demnach jeweils am Samstag und Sonntag auf Straßen und Plätzen überwachen, ob die Regeln eingehalten werden.

Senator Geisel bedankte sich für die Unterstützung der Bundespolizei. "Wir werden die Corona-Pandemie nur gemeinsam bewältigen." Dafür müssten alle Kräfte gebündelt werden. Die Bundeshauptstadt stehe im speziellen Fokus. Die meisten Menschen würden sich an die Regeln halten. Den anderen sollten die verstärkten Kontrollen zeigen, "dass die Zeit der Sorglosigkeit vorbei ist".

Minister Seehofer sagte laut Mitteilung, er halte die Maßnahmen der Berliner Polizei für "absolut richtig und notwendig". Die Lage sei angesichts der am Donnerstag höchsten Zahl von Neuinfektionen seit Ausbruch der Pandemie sehr ernst. "Die staatlichen Vorsichtsmaßnahmen sind keine Empfehlungen, sondern wichtige Regeln, die zum Schutz von Jung und Alt in unserer Gesellschaft dringend eingehalten werden müssen." Wo die Regeln missachtet werden, müsse der Staat sie durchsetzen. "Sonst verlieren wir die Akzeptanz in der Bevölkerung."

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