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Berlin & Brandenburg Wannsee, aber nicht nur: Erste Freibäder öffnen in Kürze

Eine Frau krault durch das Becken. Foto: Andreas Arnold/Archivbild

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Es herrscht alles andere als Badehosenwetter, als die Bäderbetriebe ihre Pläne für die Freibadsaison vorstellen. Wenn die ersten Bäder öffnen, soll es aber wieder etwas wärmer sein.

Berlin (dpa/bb) - Vorbereiten zum Anbaden: In Berlin starten in diesem Jahr drei Bäder auf einmal in die Saison. Schwimmen gehen kann man ab Karfreitag (19. April) neben dem "Klassiker", dem Strandbad Wannsee, auch im Sommerbad Wilmersdorf und in mindestens einem der Becken im Kreuzberger Prinzenbad, wie Bäder-Vorständin Annette Siering am Freitag ankündigte.

Am 27. April öffne zudem das Sommerbad Olympiastadion. Damit stünden vier der fünf beliebtesten Bäder bereits im April zur Verfügung, betonte Siering, auch mit Blick auf Kritik des Vorjahres. Damals war es früh sehr warm. Wer sich im Freibad abkühlen wollte, stand allerdings oft vor verschlossenen Toren.

Der Großteil der Frei- und Strandbäder startet auch in diesem Jahr erst nach und nach im Mai und Juni in die Saison. Für das Sommerbad Neukölln etwa - eines der fünf gefragtesten - ist die Öffnung am 30. Mai vorgesehen.

"Die Vorbereitungen für die Sommersaison laufen wirklich sehr gut", sagte Siering. So seien etwa 25 neue Stellen, vor allem Rettungsschwimmer, bereits besetzt und neue Pächter für die Strandbäder Plötzensee, Wendenschloß und Grünau gefunden worden.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für die Osterfeiertage in der Region immerhin etwas höhere Temperaturen vorher. Teils könne es um die 20 Grad warm werden. Die Bäder-Betriebe sorgen dennoch vor: Die ersten zehn Hartgesottenen, die im Wannsee anbaden, sollen eine Sauna-Karte bekommen.

2018 hatte der schöne Sommer den Bäderbetrieben ein Zehn-Jahres-Hoch von über 6,7 Millionen Gästen beschert. Diese Marke gelte es mindestens zu erreichen, wenn nicht noch zu übertreffen, sagte Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki (SPD).

Noch bis zum 30. April sind laut Angaben übertragbare Mehrfachkarten für 20 Eintritte zum Preis von 60 Euro erhältlich. Ab Mai kostet sie zehn Euro mehr. Aber Achtung: Die Mehrfachkarte gilt nicht in allen Bädern. Regulär kostet ein einzelner Eintritt 5,50 Euro.

Für die kommenden Jahre können die Bäder-Betriebe Pläne für zwei neue Multifunktionsbäder umsetzen: Das Abgeordnetenhaus habe weitere Mittel für Neubauten in Pankow und Mariendorf bewilligt, sagte Dzembritzki. Insgesamt bis zu 85 Millionen Euro stünden bereit. Nach dem derzeitigen Plan könnte das Bad in Mariendorf 2024 fertig sein, das Pendant in Pankow im Jahr darauf, so Siering.

In den vergangenen Jahren stand das Landesunternehmen mit seinen rund 60 Frei- und Hallenbädern und 780 Beschäftigten wiederholt in der Kritik. Bemängelt wurden etwa Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Service und Kommunikation.

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