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Berlin & Brandenburg Warnstreik an Schulen - Unterrichtsausfall für viele Schüler

Ein Stuhl steht in einem Klassenzimmer auf dem Tisch.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Für viele Berliner Schülerinnen und Schüler ist der Unterricht wegen eines Warnstreiks von Lehrern am Mittwoch ausgefallen. Ganze Schulen schlossen für einen Tag, weil bei ihnen ein großer Teil der Lehrerinnen und Lehrer streikte, um die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach kleineren Klassen und einem entsprechenden Tarifvertrag zu unterstützen.

Nach Angaben des Senats beteiligten sich 2770 Lehrer und andere pädagogische Angestellte am Warnstreik. Die GEW sprach von 3500 Schulbeschäftigten. In Berlin gibt es insgesamt fast 35 000 Lehrer, viele davon sind Angestellte und dürfen - anders als die Beamten - streiken.

Der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann teilte mit: "Wir wollen die Arbeitsbedingungen in den Berliner Schulen verbessern. Kleinere Klassen bedeuten weniger Stress, Lärm und Belastung und gleichzeitig bessere Lernbedingungen." Am Vormittag zog eine Demonstration vom Moritzplatz in Kreuzberg zum Roten Rathaus in Mitte. Die GEW hatte wegen ihrer Forderung bereits seit einem Jahr Protestaktionen organisiert.

Der Senat verweist darauf, dass Berlin - wie alle anderen Bundesländer außer Hessen - der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) angehört. Ohne Zustimmung der Tarifgemeinschaft könne Berlin daher keine Tarifverhandlungen über die Klassengröße aufnehmen. Die TdL lehne solche Verhandlungen ab.

Quelle: dpa

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