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Berlin & Brandenburg Warnstreik bei der Stadtentsorgung Potsdam hat begonnen

Das Verdi-Logo prangt auf einer Warnweste. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild)

Potsdam (dpa/bb) - Bei der Stadtentsorgung Potsdam hat am Donnerstagmorgen ein ganztägiger Warnstreik begonnen, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. Seit 4.00 Uhr haben bisher rund 70 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Bornost. Demnach müssen sich Potsdamer Bürger darauf einstellen, dass der Müll nicht abgeholt sowie die Straßen und Parks nicht gereinigt werden.

Ebenfalls in den Ausstand treten am heutigen Donnerstag Beschäftigte in Stadtverwaltungen, Bürgerservice-Einrichtungen und Bibliotheken in Potsdam, Henningsdorf und Kremmen, teilte Verdi mit. Demnach werden Bürgerdienstleistungen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Eine zentrale Kundgebung soll am Vormittag vor dem Rathaus der Landeshauptstadt Potsdam stattfinden.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden.

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