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Berlin & Brandenburg Warnstreiks bei Berliner Wasserbetrieben haben begonnen

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Berlin (dpa/bb) - Bei den Berliner Wasserbetrieben (BWB) haben zahlreiche Mitarbeiter am Freitagmorgen die Arbeit für einen vierstündigen Warnstreik niedergelegt. An zwölf Standorten seien die Beschäftigten dem Aufruf gefolgt, sagte Ellen Naumann, Verdi-Fachbereichsleiterin für Entsorgung. Je nach Größe der Betriebe beteiligten sich demnach jeweils zwischen 20 und 80 Mitarbeiter bei Aktionen vor den einzelnen Standorten.

Bei der zweiten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen am vergangenen Wochenende hatte es keine Annäherung gegeben. Verdi und der Beamtenbund dbb verlangen 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie. Für die dritte Verhandlungsrunde wollen die Tarifparteien am 22. und 23. Oktober zusammenkommen.

Die BWB haben nach Angaben eines Sprechers rund 4500 Beschäftigte, von denen derzeit allerdings rund die Hälfte im Homeoffice arbeite.

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