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Berlin & Brandenburg Weiterer Fall von Geflügelpest in Brandenburg

Ein Schild mit der Aufschrift

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg ist ein weiterer Betrieb von der Geflügelpest betroffen. Im Landkreis Havelland wurde in einer Kleinsttierhaltung der Erreger H5N1 vom nationalen Referenzlabor, dem Friedrich-Löffler Institut, nachgewiesen. Das teilte das Verbraucherschutzministerium am Freitag mit. In der Hobbyhaltung mit rund zehn Hühnern waren erhöhte Verluste aufgetreten. Es ist bereits der fünfte Fall von Geflügelpest in einem Nutzgeflügelbestand im Land Brandenburg innerhalb weniger Wochen.

Das Veterinäramt des Landkreises hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet, unter anderem die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand. Die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen informiert. In den Gebieten gelten unter anderem Beschränkungen für die Geflügelhaltungen und eine Stallpflicht für Hausgeflügel.

Nach Angaben des FLI läuft derzeit in Europa die bisher stärkste Geflügelpestepidemie ab. Die Seuche - umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt - ist für Hausgeflügel hochansteckend. Ein Erkrankungsfall beim Menschen ist in Deutschland laut Ministerium bisher nicht aufgetreten. Die Gefahr eines Eintrages des Geflügelpesterregers in Geflügelhaltungen wird durch das FLI weiterhin als sehr hoch eingeschätzt. Das Ministerium in Potsdam appellierte an die Geflügelhalter, alle Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten und die Stallpflicht konsequent zu beachten.

Quelle: dpa

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