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Berlin & Brandenburg Weniger Gerste geerntet: Nord-Süd-Gefälle beim Getreide

Ein Mähdrescher erntet ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. Foto: Thomas Warnack/Archiv

(Foto: Thomas Warnack/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Bei der Ernte von Gerste in Brandenburg bleiben die Erträge in diesem Jahr landesweit unter dem Durchschnitt. Wintergerste liege mit einem Ertrag von rund 5,4 Tonnen pro Hektar elf Prozent unter dem langjährigen Mittelwert, teilte Tino Erstling vom Landesbauernverband Brandenburg (LBV) am Dienstag mit. Regional gebe es aber große Unterschiede. So kämen Landwirte in der Uckermark mit 6,7 Tonnen pro Hektar auf durchschnittliche Erntemengen. Für Bauern im Kreis Oberspreewald-Lausitz weiter südlich fällt die Ernte hingegen mit nur 4,3 Tonnen pro Hektar erneut mager aus.

Der Bauernverband spricht von einer katastrophalen Situation, nachdem 2018 bereits ein Dürrejahr gewesen sei. Auch bei Winterraps habe man mit 2,5 Tonnen pro Hektar lediglich das schlechte Niveau des Vorjahres erreicht.

Finale Zahlen zu Weizen und Roggen lagen noch nicht vor. Zu erwarten seien aber auch hier starke Unterschiede zwischen Norden und Süden aufgrund von Regen und Bodenverhältnissen. "Große Sorgen bereiten uns das für Tierfutter genutzte Grünland und der Silomais. Hier bedarf es dringend kontinuierlicher Niederschläge. Zehn Liter pro Woche auf den Quadratmeter, das wäre eine Menge, mit der wir auf unseren sandigen Böden, die nur wenig Wasser speichern können, gut leben könnten", erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

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