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Berlin & Brandenburg Weniger Studierende ohne Abitur 2018 in Brandenburg

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Potsdam (dpa/bb) - Entgegen des bundesweiten Trends ist die Zahl der Studierenden ohne Abitur in Brandenburg 2018 gesunken. In dem Bundesland gab es in dem Jahr 618 Studierende, die zuvor keine allgemeine Hochschulreife erworben hatten, wie aus einer Berechnung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervorgeht. Das waren demnach 1,25 Prozent aller Studierenden. Im Jahr 2017 seien es 626 Studierende ohne Abitur gewesen (1,27 Prozent).

Auch der Anteil derer, die ein Studium ohne Abitur begonnen haben, sank in Brandenburg laut CHE leicht im Vergleich zum Vorjahr. 2018 waren es 1,59 Prozent aller Studienanfänger, während es 2017 noch 1,64 Prozent gewesen waren. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Brandenburg mit diesen Zahlen auf Platz 14. Die meisten Studienanfänger ohne Abitur habe es 2018 anteilig in Hamburg (5,8 Prozent), Nordrhein-Westfalen (4,0) und Hessen (3,8) gegeben, heißt es in der Untersuchung.

In ganz Deutschland studierten 2018 den Daten zufolge rund 62 000 Menschen ohne Abitur - ein Rekord. Das waren 2,2 Prozent aller Studierenden. Im Vergleich zum Jahr 2013 hat der Anteil der Studenten ohne Abitur deutschlandweit um 35 Prozent zugelegt.

Möglich ist ein Studium ohne Abitur für Menschen, die sich im Beruf hoch qualifiziert haben, zum Beispiel durch einen Meistertitel im Handwerk. So ersetzt etwa die Note aus der Meister- oder Fachwirtprüfung die Abinote. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung sind Voraussetzung.

Beliebteste Fächer sind bei den Studienanfängern ohne Abitur Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hierfür entschieden sich mit 55 Prozent mehr als die Hälfte. Es folgten Ingenieurwissenschaften (20,8) und Medizin/Gesundheitswissenschaften (12,6).

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