Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Wissenschaftsministerium: Studentenabwanderung war erwartbar

dpa_Regio_Dummy_BerlinBrandenburg.png

Potsdam/Köln (dpa/bb) - Viele Brandenburger Studenten zieht es einer Studie zufolge nach dem Studium weg aus Brandenburg. Mehr als jeder zweite Absolvent (-57,1 Prozent) möchte sich nach dem Studium einen Job in einem anderen Bundesland suchen. Das geht aus einer Studie der Universität Maastricht und des Personaldienstleisters Studitemps hervor. Eingerechnet in diesen Wert sind Uni-Absolventen aus anderen Bundesländern, die für den ersten Job gegen den Trend nach Brandenburg kommen wollen. Auf ein größeres Minus kommt im bundesweiten Vergleich nur Sachsen-Anhalt (-64,0 Prozent).

Für das Brandenburger Wissenschaftsministerium ist das Ergebnis der Studie nicht überraschend: "Brandenburg ist eben kein Land mit einer Fülle an Arbeitsplätzen wie München, Hamburg oder Berlin", sagte Ministeriumssprecher Stephan Breiding am Mittwoch. Vor allem in wirtschaftlich schwächeren Regionen seien nicht immer genügend qualifizierte Stellen für die Absolventen vorhanden. Wichtig sei es, so Breiding, dass diejenigen Studierenden mit guten Angeboten im Land gehalten werden, die auch gebraucht würden. Auch profitiere das Land von den Wanderbewegungen - beispielsweise bei den Lehrern. Viele Lehrkräfte aus anderen Bundesländern fingen in Brandenburg an.

Für die Studie wurden im September 2018 bundesweit rund 18 700 Studenten und Absolventen befragt.

Studie

Newsticker