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Berlin & Brandenburg Wohnungsneubau in Berlin: Naturschutzbund kritisiert Pläne

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Berlin (dpa/bb) - Zum Start der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und Linken hat der Naturschutzbund (Nabu) Berlin gefordert, nicht einseitig auf Wohnungsneubau zu setzen. "Die Wohnungsnot ist in Berlin nicht ausgeprägter als in anderen Ballungsräumen Deutschlands", sagte der Berliner Nabu-Vorsitzende Rainer Altenkamp am Freitag. Jährlich, wie im Sondierungspapier von SPD, Grünen und Linken vorgesehen, 20.000 Wohnungen in Berlin zu bauen, hätte aus Sicht des Naturschutzbundes "katastrophale Folgen" für die Berliner Stadtnatur.

Entsprechend warnte der Nabu die Unterhändler der drei Parteien, die am Vormittag zu ersten Koalitionsgesprächen zusammenkamen, "koste es, was es wolle", Freiflächen in der Stadt für den Wohnungsbau zu opfern. In den vergangenen zehn Jahren seien in der Hauptstadt bereits rund 120.000 Wohnungen neu gebaut worden, ohne dass sich der Wohnungsmarkt entspannt habe. "Offensichtlich löst Bauen, Bauen, Bauen das Problem nicht", so Altenkamp. "Wir befürchten, dass sich Rot-Grün-Rot völlig verrennt und eine offenkundig untaugliche Strategie zu Lasten des Natur- und Artenschutzes verbissen weiterverfolgt." Ausreichend große Freiflächen für Erholung und Naturschutz seien ein mindestens gleichwertiges Gut wie bezahlbarer Wohnraum, argumentierte Altenkamp.

© dpa-infocom, dpa:211022-99-695803/2

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