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Berlin & Brandenburg Woidke: Kniefall von Warschau Symbol des Neuanfangs

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Potsdam (dpa/bb) - Der Polen-Koordinator der Bundesregierung und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht in dem Kniefall von Warschau von Willy Brandt am 7. Dezember vor 50 Jahren ein Symbol für den Neuanfang. "Ohne Mut, Verantwortungsbereitschaft und Weitsicht auf beiden Seiten hätte der Weg der Annäherung und Versöhnung zwischen Deutschen und Polen nach dem Zweiten Weltkrieg nicht beschritten werden können", betonte Woidke am Samstag in einer Mitteilung. Dass Deutsche und Polen heute Freunde und Partner seien, sei keine Selbstverständlichkeit. "Dieses Vermächtnis hochzuhalten, liegt in unserer Verantwortung", betonte Woidke.

Der Kniefall von Brandt sei 25 Jahre nach Kriegsende und mitten im Kalten Krieg eine emotionale und berührende Geste gewesen. Sie habe auch die innere Stärke und die tiefe humanistische Überzeugung des späteren Friedensnobelpreisträgers zum Ausdruck gebracht, auch weil seine Ostpolitik im damaligen Westdeutschland mit Argwohn und Ablehnung begleitet worden sei.

Am 7. Dezember 1970 hatte Brandt unmittelbar vor der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags, in dem die Bundesrepublik die polnische Grenze anerkannte, am Denkmal der Helden des Ghettos einen Kranz niedergelegt. Nach dem Zurechtrücken der Kranzschleifen fiel der SPD-Politiker auf die Knie. Die Geste fand weltweit Beachtung als Bitte um Vergebung für die Verbrechen der Nazizeit und als Zeichen für Versöhnung.

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