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Berlin & Brandenburg Woidke sieht Chance für SPD

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident Brandenburg. Foto: Bernd Settnik/ZB/Archiv

(Foto: Bernd Settnik/ZB/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) muss die SPD einen Ausstieg aus der Großen Koalition ins Auge fassen, wenn die Partei ihre Ziele nicht erreichen kann. Im Moment haben man es mit einer CDU zu tun, die deutlich nach rechts gerückt sei, sagte Woidke in einem Interview mit "Spiegel Online". "Das ist eine große Chance für die SPD: Wir werden wieder stärker als Partei der Arbeitnehmer wahrgenommen", sagte er. Diesem Anspruch müsse man gerecht werden.

Er empfinde es ungerecht, dass es 30 Jahre nach dem Mauerfall immer noch zwei getrennte Rechtssysteme gebe. "Das ist ein Unding", sagte der Ministerpräsident in dem Interview. Viele Menschen im Osten hätten keine großen Ersparnisse und könnten sich Zuzahlungen für Pflege im Alter nicht leisten. "Dort droht vielen Menschen die Armutsfalle", sagte Woidke. Es müsse sich ändern, dass im Osten im Durchschnitt nur 80 Prozent des Westlohnes verdient und zum großen Teil länger gearbeitet werde.

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