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Berlin & Brandenburg "Zu verspielt": Eisbären Berlin trotz Heimschwäche auf Kurs

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Den dritten Tabellenplatz in der DEL verdankt der deutsche Meister seiner Auswärtsstärke. Trainer Aubin erwartet, dass sein Team die erfolgreiche Spielweise künftig auch in der eigenen Halle umsetzt. Das gelingt ausgerechnet gegen das Schlusslicht nicht.

Berlin (dpa/bb) – Die Eisbären Berlin liegen nach dem ersten Hauptrunden-Viertel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf Kurs. Als Tabellendritter belegt der deutsche Meister den angestrebten Platz im Spitzenquartett. Getrübt wird die Zwischenbilanz aber durch die schwache Ausbeute in der Arena am Ostbahnhof: Das enttäuschende 1:3 gegen das Ligaschlusslicht Schwenninger Wild Wings am Freitagabend war bereits die fünfte Niederlage der Hauptstädter im siebten Heimspiel. 

"Unsere Spielweise zu Hause müssen wir wirklich verbessern", räumte Cheftrainer Serge Aubin ein. "Da sind wir definitiv zu verspielt und versuchen, das perfekte Tor zu machen." Auf fremdem Eis gibt es solche Probleme nicht: Dass die Berliner trotz ihrer eklatanten Heimschwäche zu den Spitzenteams der Liga zählen, verdanken sie ihrer makellosen Auswärtsbilanz von 21 Punkten aus sieben Spielen. "Wir sind eine gute Mannschaft, wenn wir den Gegner jagen, hart um den Puck kämpfen und vor dem Tor Druck machen. Auswärts haben wir bisher eher so gespielt", sagte Aubin und setzt darauf, künftig "die Intensität in den Heimspielen zu steigern" und auch vor den eigenen Fans schnörkellos und konsequent zu agieren.

Der Trainer sieht aber noch weiteren Verbesserungsbedarf: "Wir müssen hier und da an ein paar kleinen Dinge feilen", so Aubin. Dazu zählte er die Effizienz im Powerplay, bei der die Berliner bislang den zweitschlechtesten Wert aller DEL-Teams aufweisen. Insgesamt zeigte sich der Kanadier aber nicht beunruhigt: "Es braucht seine Zeit, um eine Mannschaft zu bauen, die ihr volles Potenzial ausschöpft", sagte er. "Ich bin zuversichtlich, dass sich das über einen längeren Zeitraum ergeben wird."

Weil das für Sonntag geplante Spiel beim EHC Red Bull München wegen zahlreicher Covid-19-Fälle im Team des Gegners auf den 24. Januar verlegt werden musste, können die Eisbären nun aber erst einmal durchschnaufen. "Das ist eine Gelegenheit, den Jungs ein paar Tage frei zu geben, um sich zu erholen – nicht nur körperlich, sondern auch mental", sagte Aubin. Am Dienstag werde sein Team dann wieder im Training "an die Arbeit gehen".

© dpa-infocom, dpa:211022-99-702007/3

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