Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Zu wenig Futter: Tiere dürfen auch auf Brachen weiden

Brandenburgs Umwelt- und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). Foto: Bernd Settnik/Archiv

(Foto: Bernd Settnik/zb/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Weil auf den Wiesen und Weiden in Brandenburg nicht genügend Tierfutter wächst, erlaubt das Agrarministerium die zusätzliche Nutzung von Brachflächen. Aufgrund des geringen Niederschlags habe Minister Jörg Vogelsänger (SPD) entschieden, dass Betriebe über eine Ausnahmeregelung Brachen sowie Puffer- und Feldrandstreifen zur Futtergewinnung und zur Beweidung nutzen können, sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag. Die Tierhalter müssten dafür einen formlosen Antrag bei den Landwirtschaftsämtern stellen. Schafe oder Ziegen dürfen ab 1. August auch ohne einen solchen Antrag auf Brachen weiden.

Die Bodenfeuchte reiche nicht aus für die Futtermittelflächen und auch die Defizite aus dem letzten Jahr würden zu Buche schlagen, begründete der Ministeriumssprecher. Deshalb werde wie auch im vergangenen Jahr den Landwirten geholfen.

Der Landesbauernverband nannte den Beschluss aus dem Agrarministerium ein "positives Signal". Damit werde der derzeitige Engpass bei der Futtersituation anerkannt, sagte Sprecher Tino Erstling der Deutschen Presseagentur auf Anfrage. "Das schafft ein Stück Entlastung für die Tierhalter". Vor allem für Halter von Schafen und Mutterkühen könnte die zusätzliche Nutzung der Brachflächen für die Gewinnung von Futter helfen. Hingegen sei für Milchrinder der Wert der Flächen für die Ernährung eher gering.

Newsticker