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Berlin & Brandenburg Zwei "Reallabore der Energiewende" in Brandenburg

Sonnenaufgang hinter rauchenden Fabrikschloten. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Potsdam/Cottbus/Spremberg (dpa/bb) - Zwei sogenannte "Reallabore der Energiewende" sollen in Brandenburg enstehen. Bei dem bundesweiten Wettbewerb des Wirtschaftsministeriums habe sich das Land mit zwei Projekten durchgesetzt, wie die Staatskanzler Brandenburg am Donnerstag in Potsdam mitteilte.

Im Spremberger Ortsteil Schwarze Pumpe (Spree-Neiße) soll demnach ein Referenzkraftwerk entstehen, in dem die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und Wasserstoff als chemischem Speicher erprobt und erforscht wird. Der Wasserstoff soll auch für Verkehr und Industrie verfügbar gemacht und in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden. Nach Angaben der Stadt Spremberg soll das Modell später auf alle Lausitzer Kraftwerksstandorte übertragen werden. Dadurch soll die Lausitz als Energieregion etabliert und Arbeitsplätze gesichert werden.

In Cottbus sollen den Angaben zufolge Konzepte zu CO2-armem Wohnen und emissionsarmen Verkehr erprobt werden. Sie sollen als Alternative für die bislang hauptsächlich fossilen Energiequellen dienen.

Bundesweit gibt es 20 Reallabore. "Für uns als Strukturwandelregion ist die Nachnutzung der Kraftwerksstandorte ein besonderes Anliegen", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) laut Mitteilung.

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