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Hamburg & Schleswig-Holstein 44 Prozent der Großschmetterlinge im Norden gefährdet

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Flintbek (dpa/lno) - Viele der in Schleswig-Holstein vorkommenden Großschmetterlinge sind gefährdet. Bei 44 Prozent der Arten nimmt der Bestand teilweise erheblich ab. Das geht aus der dritten Roten Liste hervor, die das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume am Montag veröffentlichte. In der letzten Fassung der Liste aus dem Jahr 2009 waren es 38 Prozent. 66 Arten sind stärker gefährdet als noch vor 13 Jahren. Fünf Arten starben in der Zeit ganz aus.

Die Gründe für die Rückgänge seien unter anderem ein dramatischer Verlust an Lebensräumen und Futterpflanzen. Viele Schmetterlinge benötigen in den unterschiedlichen Phasen ihres Lebens den Angaben nach verschiedene Pflanzen. Die Verfügbarkeit zu richtigen Zeit und in ausreichenden Mengen sei aber immer seltener gegeben, hieß es.

Im Norden wurden laut dem Landesamt mit Sitz in Flintbek bisher 2324 Schmetterlingsarten dokumentiert. Dazu gehören sowohl Groß- als auch Kleinschmetterlinge. Die Gruppe der Großschmetterlinge umfasst 919 Arten. Davon gelten 849 als bodenständig, wurden also in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren im Land nachgewiesen. Der Zustand der heimischen Kleinschmetterlinge wird in der Liste allerdings nicht bewertet: Das Wissen über die Gruppe sei in den vergangenen Jahren zwar gewachsen, der Forschungsgrad aber immer noch geringer.

Quelle: dpa

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