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Hamburg & Schleswig-Holstein Albrecht froh über neue Regeln für die Schweinehaltung

Schweine stehen zusammengepfercht in einem Stall. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

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Kiel/Berlin (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Agrarminister Jan Philipp Albrecht hat sich erfreut über die am Freitag vom Bundesrat nach jahrelangen Diskussionen beschlossenen neuen Regeln für die Schweinehaltung gezeigt. "Dieser Kompromiss verbindet den echten Umbau im Sinne des Tierwohls mit langfristiger Planungssicherheit für die sauenhaltenden Betriebe", sagte der Grünen-Politiker am Freitag. "Damit schaffen wir einen Systemwechsel: weg vom "Kastenstand", hin zur Gruppenhaltung. Kein Schwein bleibt mehr allein." Die Entscheidung bedeute das Ende eines jahrzehntelangen Konflikts.

Die umstrittene Fixierung von Sauen in engen "Kastenständen" soll durch den von der Länderkammer angenommenen Kompromiss deutlich beschränkt werden. So sollen Kastenstände im Deckbereich der Ställe nach einer Übergangszeit von acht Jahren nicht mehr zulässig sein - Sauen sollen nur noch direkt bei der Besamung fixiert werden dürfen. Generell soll eine Gruppenhaltung mehr Platz im Stall gewährleisten.

Über eine Neuregelung gibt es seit langem Streit. Hintergrund ist auch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg von 2016, das zu enge Kastenstände beanstandet hatte - dies sind Metallrahmen, in dem Sauen auf engem Raum gehalten werden. Eine Bundesrats-Abstimmung über eine Verordnung des Bundes war mehrfach verschoben worden. Dann hatten mehrere Länder einen Kompromiss initiiert, was auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) unterstützte.

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