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Hamburg & Schleswig-Holstein Anschlag von Halle: Grote macht AfD in Bürgerschaft Vorwürfe

Abgeordnete verfolgen in der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus in Hamburg die laufende Debatte. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

(Foto: Daniel Reinhardt/Archiv)

Hamburg (dpa/lno) - Nach dem rechtsextremen Anschlag von Halle auf eine Synagoge haben Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) und AfD-Fraktionschef Alexander Wolf sich am Mittwoch in der Hamburgischen Bürgerschaft gegenseitig Vorwürfe gemacht. Wolf habe in der Debatte nicht ein einziges Wort über Rechtsextremismus verloren, kritisierte der Senator in der Aktuellen Stunde zum Kampf gegen Antisemitismus. "Wir haben es hier mit blanken, widerwärtigen Rechtsextremismus zu tun, und die AfD hätte allen Anlass, sich damit auseinanderzusetzen."

Wolf hatte Grote zuvor vorgeworfen, er habe nach dem Anschlag gegen die AfD "gehetzt". Das sei billig und zutiefst unanständig gewesen, monierte der Abgeordnete. Die AfD verurteile den Anschlag von Halle aufs Schärfste.

Am 9. Oktober hatte ein Deutscher schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Als sein Plan misslang, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20-Jährigen in einem Döner-Imbiss. Der 27-Jährige ist in Untersuchungshaft und gibt ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv zu. Vor dem Anschlag hatte er einen Ablaufplan veröffentlicht, die Bluttat selbst hatte er über eine Helmkamera live im Internet übertragen.

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