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Hamburg & Schleswig-Holstein Antisemitischer Angriff: Jugendlicher steht unter Verdacht

Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Ein Mann demonstriert in Hamburg für Israel und gegen Antisemitismus - da wird er beleidigt und geschlagen. Jetzt hat die Polizei den mutmaßlichen Täter in Berlin aufgespürt.

Hamburg/Berlin (dpa/lno) - Nach einem Angriff auf eine Mahnwache gegen Antisemitismus in Hamburg hat die Polizei die Wohnung eines Tatverdächtigen in Berlin durchsucht. Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen 16-Jährigen, teilte die Polizei am Dienstag mit. "Wir gehen davon aus, dass wir die Tat aufgeklärt haben und den Tatverdächtigen ermittelt haben", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem Angriff war am 18. September ein 60-Jähriger geschlagen und schwer verletzt worden.

Der Mann hatte an einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus in der Hamburger Innenstadt teilgenommen. Dabei wurde er laut Polizei von einem Mann antisemitisch beleidigt. Dann habe ihn der Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wodurch er eine schwere Verletzung erlitten habe. Der Täter soll anschließend mit seinen Begleitern auf geliehen E-Scootern geflüchtet sein.

Die Staatsschutzabteilung des Hamburger Landeskriminalamtes konnte anhand von Videomaterial den 16-jährigen Deutschen identifizieren. Bei der Wohnungsdurchsuchung in Berlin stellten die Beamten am Dienstagmorgen Beweismittel sicher, wie es hieß. Die Ermittler trafen den Tatverdächtigen und dessen jüngeren Bruder an. Der 14-Jährige soll bei dem Angriff als Begleiter dabei gewesen sein. Die Jugendlichen blieben zunächst auf freiem Fuß, da keine Haftgründe vorlagen.

© dpa-infocom, dpa:210928-99-392181/4

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