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Hamburg & Schleswig-Holstein Attacke mit Revolver und Baseballschläger: Urteil erwartet

Eingangsbereich des Landgerichts Kiel. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild

(Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild)

Das Opfer musste mehrfach operiert werden und lag wochenlang im Krankenhaus. Jetzt verkündet das Schwurgericht in Kiel das Urteil gegen einen der beiden mutmaßlichen Täter. Der will nicht geschossen haben.

Kiel (dpa/lno) - Acht Monate nach einem Mordversuch mit Revolver und Baseballschläger will das Kieler Landgericht am Montag das Urteil gegen einen 36-jährigen Angeklagten verkünden. Der Mann soll dem Opfer gemeinsam mit einem noch unbekannten Mittäter am Abend des 30. März in Eckernförde aufgelauert haben, um ihn zu töten. Demnach attackierten die Männer den 33-Jährigen als er nach Hause kam und schossen vier Mal. Dann flüchteten sie. Zwei Schüsse drangen in den Hinterkopf des Opfers. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt, musste mehrfach operiert werden und lag wochenlang im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft hat eine lebenslange Haftstrafe wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beantragt. Die Verteidigung stellte keinen konkreten Antrag. Sie geht von einem versuchten Totschlag durch Unterlassen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung aus.

Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn nur Schläge mit dem Baseballschläger und Tritte gegen das Opfer eingeräumt. Geschossen habe sein Mittäter, er habe nur einen Schuss gehört, sagte der 36-jährige. Angaben zu dem unbekannten Mittäter und den möglichen Hintergründen der Tat lehnte der 36-Jährige ab. Er und der Komplize sowie das Opfer stammen aus Armenien.

Der 36-Jährige wurde nach der Tat im Rahmen einer Großfahndung gefasst und sitzt seither in Untersuchungshaft.

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