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Hamburg & Schleswig-Holstein Bäderland-Beschäftigte fühlen sich "miserabel bezahlt"

Eine junge Frau schwimmt in einem Freibad in Hamburg vor dem

(Foto: Ulrich Perrey/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwoch einen "gravierenden Personalmangel und niedrige Löhne" bei den Hamburger Schwimmbädern beklagt. Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen und die bevorstehende Eröffnung des Familienbades Ohlsdorf am Donnerstag, die Verdi für eine Aktion nutzen will. "In den unteren Lohngruppen verdienen die Beschäftigten noch nicht einmal den angestrebten städtischen Mindestlohn von zwölf Euro", sagte Verdi-Verhandlungsführer Ole Borgard. "Auch bei den Berufen Fachangestellter für Bäderbetriebe, Rezeptionist oder Rettungsschwimmer ist die Bezahlung miserabel." Zudem mangele es an Personal; nicht alle Stellen seien besetzt.

Der städtische Schwimmbad-Betreiber "Bäderland" wies die Vorwürfe zurück. "Wir sind gut aufgestellt; alle zehn Saison-Freibäder sind geöffnet", sagte ein Sprecher. Der Personalbestand sei so hoch wie seit langem nicht mehr. Bei unvorhersehbaren Spitzenbelastungen wie dem heißen Sommerwetter zur Zeit könne es schon einmal zu Engpässen kommen, doch darauf seien die Beschäftigten eingestellt. Die Besucherzahlen in den Freibädern könnten von einer Saison zur nächsten zwischen 85 000 und 220 000 schwanken. Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde für die insgesamt 530 Beschäftigten eine monatliche Entgelterhöhung um 250 Euro, 100 Euro mehr für alle Auszubildenden und eine Erhöhung der Jahressonderzahlung auf 1200 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

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