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Hamburg & Schleswig-Holstein Bau der Fünften Schleusenkammer wird deutlich teurer

Blick auf die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal (Foto mit Drohne). Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

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Berlin/Brunsbüttel (dpa/lno) - Der Neubau der Schleusenkammer in Brunsbüttel für den Nord-Ostsee-Kanal wird voraussichtlich nochmals 370 Millionen Euro teurer als zuletzt geplant und soll nun mehr als eine Milliarde Euro kosten. Im Entwurf für das Haushaltsgesetz 2021 wird aktuell mit Gesamtausgaben von 1,2 Milliarden Euro für die Schleusenkammer gerechnet. Dies entspricht einer Steigerung um 45 Prozent zum Vorjahr, als noch mit 830 Millionen Euro kalkuliert wurde. Als der Bau 2009 beschlossen wurde, waren 273 Millionen Euro veranschlagt worden, sechs Jahre später wurden die Kosten schon auf 540 Millionen Euro geschätzt.

Nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt hat sich der Bau der 5. Schleusenkammer Brunsbüttel aufgrund der besonders schwierigen Baumaßnahmen erheblich verzögert und zu deutlichen Mehrkosten geführt. "Die erheblichen Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer über den Bauvertrag hatten das Potenzial, ohne ein Eingreifen zu einem Baustillstand oder einem Scheitern des Projekts zu führen", teilte die Behörde mit.

Um dies zu vermeiden haben sich die Parteien den Angaben zufolge auf ein Streitbeilegungsverfahren geeinigt. Das Ergebnis liege nun vor und könne von Auftraggeber und Auftragnehmer akzeptiert werden. Diese seien sich einig, dass das Bauwerk so bis Ende 2026 in Betrieb genommen werde. Der Auftragnehmer übernehme den Großteil der zu beherrschenden Zeitrisiken. Zuvor hatte das "Flensburger Tageblatt" berichtet.

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