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Hamburg & Schleswig-Holstein Blindenverein fordert Warngeräusch an E-Fahrzeugen der Stadt

Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins halten bei einer Protestaktion auf dem Rathausmarkt Schilder. Foto: Axel Heimken/dpa

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Mit einer Demonstration hat der Blinden- und Sehbehindertenverein (BSHV) am Mittwoch ein Warngeräusch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge der Stadt Hamburg gefordert. Blinde und sehbehinderte Menschen seien im Verkehr dringend auf Fahrzeuggeräusche angewiesen, teilte der Verein bei der Demonstration mit. Durch die lautlosen Elektrofahrzeuge steige die Unfallgefahr, hieß es.

Der Verein fordert daher den sofortigen Einbau eines Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) in alle städtischen Elektrofahrzeuge, darunter die Busse des ÖPNV und die Fuhrparks der Stadt. Der künstliche Ton des AVAS imitiert abgeschwächt die Geräusche, die ein Auto beispielsweise beim Anfahren macht.

Ab Juli 2021 müssen den Angaben zufolge alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ein AVAS haben. Die Gefahr durch lautlose Autos bestehe jedoch schon jetzt, teilte der Verein mit. Die bereits angeschafften Fahrzeuge ohne AVAS sollen daher nachgerüstet werden. Außerdem fordert der Verein, dass bei der Vergabe von Aufträgen das Geräuschsystem zwingendes Zuschlagskriterium werde.

An der Protestaktion im Rahmen der "Woche des Sehens" beteiligten sich neben dem BSHV verschiedene Sozialverbände, der Fachverband Fußverkehr (Fuss e.V.) und der ADFC.

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