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Hamburg & Schleswig-Holstein Brand bei Autozulieferer: Bahnverkehr stundenlang gestört

Ein Feuerwehrfahrzeug mit Drehleiter fährt zu einem Einsatz. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

(Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild)

Schwieriger Einsatz für die Hamburger Feuerwehr: In einem Industriebetrieb geraten Lösungsmittel und Kunststoffe in Brand. Die starke Rauchentwicklung beeinträchtigt den Bahnverkehr und belästigt Anwohner.

Hamburg (dpa/lno) - Ein Brand in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb hat am Freitag den Bahnverkehr im Hamburger Nordwesten beeinträchtigt. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten zeitweise weder S-Bahn noch Fernzüge den Bahnhof Eidelstedt passieren, wie eine Bahnsprecherin sagte. Nach zweieinhalbstündigem Einsatz hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Streckensperrung und die Warnung für Anwohner, Fenster und Türen zu schließen, wurden aufgehoben. Der Rauch sei reizend, aber nicht gesundheitsschädlich gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Das Feuer sei in einem Rührwerk entstanden, in dem lösungsmittelhaltige Klebstoffe hergestellt werden. Zur Bekämpfung der Flammen mussten mehrere Löschtrupps mit Atemschutz in das Gebäude gehen. Der Löscheinsatz sei nicht ungefährlich und mit hohem körperlichem Einsatz verbunden gewesen, sagte der Sprecher. Zwei Mitarbeiter des Unternehmens hätten leichte Verletzungen erlitten. Die übrigen Beschäftigten hätten das Betriebsgelände sicher verlassen können.

Beamte des Landeskriminalamts nahmen Ermittlungen zur Brandursache auf, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Höhe des Sachschadens war noch unklar. Die Feuerwehr war mit 75 Mann im Einsatz.

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