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Hamburg & Schleswig-Holstein Brand in Neumünster: Zwei Tote und zwei Verletzte

Feuerwehrleute bekämpfen Glutnester nach einem Brand in einem Mehrfamilenhaus. Foto: Carsten Rehder/dpa

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Zwei Tote und zwei Verletzte bei einem Dachgeschossbrand in Neumünster: Ein 42 Jahre alter Mann springt in den Hinterhof und stirbt. Zudem bergen Rettungskräfte eine verkohlte Leiche in den Trümmern des ausgebrannten Dachgeschosses.

Neumünster (dpa/lno) - Bei dem Brand eines viergeschossigen Wohnhauses in Neumünster sind am Dienstag zwei Bewohner getötet und zwei verletzt worden. Als sich gegen 6.00 Uhr morgens das Feuer im Dachgeschoss ausbreitete, kam es zu dramatischen Szenen: Ein 42 Jahre alter Mann sprang dort aus dem Fenster in den Hinterhof - und verletzte sich dabei tödlich. Rettungskräfte fanden nach dem Löschen des Feuers eine verkohlte Leiche in den Trümmern des ausgebrannten Dachstuhls.

Eine Person konnte sich aus den Flammen mit einem Sprung aus dem brennenden Dachstuhl im vierten Geschoss in ein Sprungtuch der Feuerwehr retten. Diese Person werde im Krankenhaus behandelt, ihr Zustand sei stabil, teilte die Polizei mit. Zunächst hatte ein Sprecher der Stadt irrtümlich mitgeteilt, diese Person sei vermutlich an einer bereits erlittenen starken Rauchgasvergiftung gestorben. Ein anderer Bewohner konnte sich mit einem Sprung auf das Vordach eines Nachbarhauses retten. Dabei habe sich der Mann am Fuß verletzt, sagte der Stadtsprecher.

Insgesamt 34 Menschen - davon 25 Erwachsene und 9 Kinder - wurden aus dem Brandhaus und den benachbarten Wohnhäusern gerettet. Das stark beschädigte Haus hat ein Hochparterre, zwei Stockwerke sowie das Dachgeschoss. Laut Polizei gibt es bisher keinerlei Hinweise über die Brandursache. "Wir stehen am Anfang der Ermittlungen", sagte ein Polizeisprecher. Die Kripo sei eingeschaltet.

Die Stadt Neumünster hat einen Sachverständigen an die Brandstelle beordert. Er soll den Zustand des betroffenen Mehrfamilienhauses beurteilen, das zurzeit nicht betreten werden kann.

Die Bewohner wurden zunächst in einem Einkaufszentrum betreut. Die Berufsfeuerwehr und mehrere Freiwillige Feuerwehren löschten den Brand. Mehrere Rettungswagen waren im Einsatz.

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