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Hamburg & Schleswig-Holstein Buchholz: Radfahr-Regeln dürfen Autoverkehr nicht ausbremsen

Bernd Buchholz (FDP), Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein. Foto: Carsten Rehder/Archivbild

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Saarbrücken/Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz hat davor gewarnt, mit Erleichterungen für Radfahrer den Autoverkehr über Gebühr zu erschweren. Es sei alles zu begrüßen, was das Radfahren sicherer und leichter macht, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Allerdings muss man dabei auch bedenken, dass unsere Straßen nicht nur für Radfahrer da sind, sondern auch eine Abwägung stattfinden muss, damit nicht etwa der motorisierte Verkehr überhaupt nicht mehr vorankommt." Eine "fahrradfreundliche Novelle" der Straßenverkehrsordnung stand auf der Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag und Freitag in Saarbrücken.

"Auch an die Leichtigkeit des motorisierten Verkehrs muss gedacht werden", betonte Buchholz. "Dabei sollten wir alles ausnutzen, was technisch möglich ist: Statt Lastwagen mit Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen zu lassen, sollten wir Abbiege-Assistenzsysteme einführen, und zwar so schnell wie möglich."

Der Kieler Minister distanzierte sich auch von einem weiteren Vorschlag einer Arbeitsgruppe. "Wir sollten jetzt auch nicht Regelungen schaffen, die das Nebeneinander-Radfahren grundsätzlich zulassen und damit den anderen Verkehr behindern", sagte er. "Diese Regelung gilt es deshalb zu überprüfen und dazu ist der Bundesverkehrsminister aufgefordert worden." Dieser müsse unter Abwägung einer besseren Verkehrssicherheit für Radfahrer und der Leichtigkeit des übrigen Verkehrs neue Regelungen vorschlagen.

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