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Hamburg & Schleswig-Holstein Bundesratspräsident Günther: Bedeutung Angolas wächst

Daniel Günther (l., CDU) spricht am Strand mit Parlamentspräsident Fernando de Piedale Dias dos Santos (vorne). Foto: Patrick Kraft/Staatskanzlei Kiel

(Foto: Patrick Kraft/Staatskanzlei Kiel/dpa)

Windhuk/Luanda (dpa/lno) - Bundesratspräsident Daniel Günther hat seinen Besuch in Angola als ausgesprochen gewinnbringend bewertet. Seine Gespräche mit dem Staatspräsidenten, dem Parlamentspräsidenten und sechs Ministern hätten großes Interesse verdeutlicht, die Beziehungen zu vertiefen, sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident am Sonntag vor Journalisten in der namibischen Hauptstadt Windhuk. Dort war der CDU-Politiker am Vorabend aus der angolanischen Hauptstadt Luanda kommend im zweiten Besuchsland seiner einwöchigen Afrika-Reise eingetroffen.

Die angolanische Regierung habe den Kurs eingeschlagen, stärker gegen Korruption vorzugehen und sich für ein investitionsfreundlicheres Klima einzusetzen, sagte Günther. Der Minister für Erdöl und natürliche Ressourcen, Diamantino Pedro Azevedo, sei zu einem Besuch nach Deutschland eingeladen worden. Es sei auch über konkrete Projekte gesprochen worden, zum Beispiel im Schiffbau und in der Energieerzeugung. Diese beträfen auch Schleswig-Holstein, seien aber insgesamt für Firmen in Deutschland wichtig. Nach seinem Gefühl sei bei der angolanischen Regierung die Sensibilität gewachsen, bei lange vorbereiteten Projekten nun zu schnellen Entscheidungen zu kommen.

Angola sei bereits ein wichtiger Partner, sagte Günther. "Ich glaube, dass seine Bedeutung noch steigen wird." Die Bevölkerung wachse und das Land sei in der Region ein ganz wichtiger Player. Dies habe während seines Besuchs ein Treffen der Präsidenten Angolas, Kongos, Ruandas und Ugandas verdeutlicht. "Da merkt man wirklich, dass Angola hier eine vermittelnde und wichtige Rolle spielt." Nicht ohne Grund habe Deutschland Angola zu einem der drei wichtigsten Partnerländer südlich der Sahara erklärt. Hier bahne sich vieles an, nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in Kultur und Bildung, zum Beispiel ein stärkerer Studentenaustausch. "Von daher wird die Bedeutung Angolas für Deutschland auch in den nächsten Jahren weiter wachsen."

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