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Hamburg & Schleswig-Holstein Chöre und Blasmusiker aus Schleswig-Holstein schlagen Alarm

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Kiel (dpa/lno) - Die Chöre und Blasmusiker in Schleswig-Holstein sorgen sich wegen der Corona-Krise um ihre Existenz. "Die Gesamtstruktur ist in Gefahr - gerade in der Fläche, wo ansonsten das kulturelle Angebot begrenzt ist. Man darf den Menschen die Grundrechte auf Bewegung im Sport und auf seelische Erbauung im Singen und Musizieren nicht verweigern", sagte Volker Mader, Präsident des Landesmusikrats, den "Kieler Nachrichten" (Freitag).

Nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes ist das Singen und das Musizieren mit Blasinstrumenten in Innenräumen verboten. Um dies zu ändern, hat sich ein Bündnis aus Musikern und Theatermachern zusammengefunden. Ziel sei, der Landesregierung ein Hygienekonzept vorzulegen, nach dem "sicher" geprobt werden könne.

"Wenn zu lange gar nicht mehr geprobt werden darf, besteht bei den älteren Sängerinnen die Gefahr, dass die Amateurkarriere viel zu früh endgültig aufgegeben wird. Da gerät die Funktionsfähigkeit der Institutionen in Gefahr. Und bei der Jugend haben wir begründete Angst um die Qualität", sagte der Kieler Generalmusikdirektor Benjamin Reimers.

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