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Hamburg & Schleswig-Holstein Corona lässt Kieler Finanznot wachsen

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Leuchttisch. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Illustration

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Kiel (dpa/lno) - Die Corona-Pandemie hat die Haushaltslage der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel spürbar verschlechtert. Die zeigt der Etat-Entwurf für 2022, den Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und Kämmerer Cristian Zierau am Donnerstag vorgestellt haben. Die Stadt plant mit Erträgen von 1,120 Milliarden Euro und Aufwendungen von 1,209 Milliarden Euro. Der Fehlbetrag beträgt demnach 88,7 Millionen Euro. Bei diesem Defizit muss der Haushalt vom Land genehmigt werden. Die Verabschiedung durch die Ratsversammlung ist für Dezember geplant.

"Wie bereits befürchtet bestätigt sich, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie den Kieler Haushalt auch im zweiten Pandemiejahr hart treffen", sagte Oberbürgermeister Kämpfer. "Das Defizit ist aber auch Ausdruck der strukturellen Unterfinanzierung Kiels." Trotz der sehr schwierigen Finanzlage sei es richtig, die Stadt weiter zu gestalten. "Hilfen für Bedürftige, Wohnungsbau, Verkehrswende, Bildung und Kinderbetreuung, Klimaschutz, Digitalisierung, Schul- und Straßensanierung und die Verbesserung der Bürgerservices müssen weitergehen."

Im Haushaltsjahr 2022 sollen Investitionen in einer Gesamthöhe von rund 138,3 Millionen Euro den Bau von Kitas, den Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur, den Bau von Feuerwehr- und Rettungswachen sowie die Sanierung von Schulen oder den Bau von Mensen und Sporthallen voranbringen. "Das entspricht Kiels strategischem Ziel, attraktiver Standort und eine nachhaltige und lebenswerte Stadt für Studierende, junge Familien und die hier angesiedelte Bürger- und Inhaberschaft aus Wirtschaft, Industrie und Forschung zu werden und zu bleiben", sagte Kämpfer. "Bund und Land bleiben aufgefordert, die Haushalte der Kommunen strukturell zukunftsfähig auszustatten."

© dpa-infocom, dpa:210930-99-427958/2

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