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Hamburg & Schleswig-Holstein Demonstration gegen türkische Syrien-Offensive in Hamburg

Kurden protestieren im Hamburger Schanzenviertel gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien. Foto: Axel Heimken/dpa

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Mehrere Hundert Menschen haben am Mittwochabend in Hamburg gegen die türkische Offensive im Nordosten Syriens demonstriert. Wie die Polizei bestätigte, zogen etwa 400 Personen durch das Schanzenviertel in der Hansestadt.

Cansu Özdemir, Co-Vorsitzende der Fraktion der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft, rief zu Protesten auf: "Im Bündnis mit islamistischen Milizen bringt Präsident Erdogan Krieg über eine friedliche Region, die erst seit kurzem vom Terror des IS befreit ist. Das Leben von Hunderttausenden Menschen ist in Gefahr." Er forderte von der Bundesregierung ein sofortiges Ende aller Waffenlieferungen und der Militärkooperation mit der Türkei. Nur über internationalen Druck könne "der völkerrechtswidrige Angriffskrieg" beendet werden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor den Beginn der Militäroffensive in Nordsyrien verkündet. Sie richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz, die von der Türkei als Terrororganisation angesehen wird.

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