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Hamburg & Schleswig-Holstein Deutlich mehr Corona-Tote und Neuinfektionen in Hamburg

Eine Laborantin sortiert Proben. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild)

Die Corona-Zahlen sind in Hamburg eigentlich vergleichsweise niedrig. Und die Sieben-Tage-Inzidenz fiel Anfang der Woche unter 100. Plötzlich aber verdüstert sich wieder das Bild.

Hamburg (dpa/lno) - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen und Toten ist in Hamburg deutlich gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) starben in der Stadt bis Freitag seit Ausbruch der Pandemie 404 Infizierte, das waren 17 mehr als am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen wuchs nach Angaben der Gesundheitsbehörde um 496. Am Donnerstag hatte die Behörde noch 308 neue Fälle gemeldet.

Grund für den starken Anstieg der Neuinfektionen seien Nachbearbeitungen in der Statistik, sagte Behördensprecher Martin Helfrich der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies darauf, dass die Tagesmeldungen immer nur als "Wasserstandsmeldungen" zu verstehen seien. "Wirklich aussagekräftig ist es, wenn man auf die Woche als Ganzes guckt."

Der Inzidenzwert, der die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen abbildet, kletterte von 90,9 auf 103,8. Erst am Dienstag war der Wert erstmals seit Anfang Oktober wieder unter die 100er-Marke gefallen. Mitte November lag er noch bei knapp 170.

Die Zahl der Corona-Toten gab die Gesundheitsbehörde zunächst weiter mit 340 an, allerdings mit Stand vom Dienstag. Die Zahlen sollten noch im Laufe des Freitags aktualisiert werden, wie der Sprecher ankündigte. Während das RKI alle im Zusammenhang mit Corona Gestorbenen zählt, werden vom Hamburger Institut für Rechtsmedizin nur solche Fälle erfasst, in denen eine Erkrankung infolge des Coronavirus auch todesursächlich war.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Hamburg nunmehr 26 277 Menschen nachweislich mit Corona infiziert. 18 400 von ihnen gelten nach RKI-Schätzung als genesen. 333 Covid-19-Patienten lagen am Donnerstag in den Hamburger Krankenhäusern - das waren sechs mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen wurden 89 Menschen behandelt, vier mehr als am Mittwoch.

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