Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-Holstein Deutsche Finn-Segler verpassen vorerst Olympia-Qualifikation

Phillip Kasüske segelt bei der Kieler Woche im Jahr 2016. Foto: Carsten Rehder/Archivbild

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Athen (dpa/lno) - Deutschlands Finn-Dinghy-Segler haben auch die zweite Chance auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2020 nicht genutzt. Bei der Europameisterschaft im griechischen Revier vor Athen kamen der Kieler Max Kohlhoff (26) und der Berliner Phillip Kasüske (24) am Samstag nicht über die Plätze 29 und 30 hinaus. Damit bleibt den deutschen Finn-Steuerleuten nur noch eine Möglichkeit: Bei der Weltcup-Regatta in Genua im kommenden Jahr wird ein letzter Nationenstartplatz für einen weiteren europäischen Segler zu haben sein. Sieger der offenen EM wurde der britische Olympiasieger Giles Scott.

In ihrer einstigen Paradedisziplin, in der Willi Kuhweide 1964 Olympia-Gold gewann und Jochen Schümann 1976 mit seinem ersten Olympiasieg den Grundstein zur Weltkarriere legte, segeln die Deutschen seit Jahrzehnten hinterher. Nur selten konnten Finn-Athleten der Nationalmannschaft zuletzt in der Weltspitze mithalten. Können die Schwergewichte unter den Seglern das Last-Minute-Ticket im kommenden Jahr nicht für das German Sailing Team sichern, werden DSV-Starter voraussichtlich in nur sieben von zehn olympischen Segeldisziplinen vertreten sein.

Finn-Dinghy Europameisterschaft, Ergebnisse

Newsticker