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Hamburg & Schleswig-Holstein Döring: "Reden denn die Ministerien nicht miteinander?"

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Kiel (dpa/lno) - Präsident Uwe Döring vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) lobt die Landesregierung für ihren Umgang mit der Corona-Pandemie, mahnt zugleich aber mehr Augenmaß an. "Es ist für mich nicht mehr nachvollziehbar, dass normales Training und Testspiele nicht möglich sein sollen. Fast alle anderen Landesverbände erlauben das, obwohl dort die Infektionszahlen höher sind", sagte Döring den Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (SHZ/Montag).

Der 61-Jährige vergleicht die Verordnungslage für Amateursportvereine mit anderen Bereichen. "Und wenn ich mir ansehe, was im Schulsport möglich ist - da ist Mannschaftssport ausdrücklich erlaubt und nicht alle haben einen großen Fußballplatz zur Verfügung. Reden denn die Ministerien nicht miteinander?", fragte Döring.

Amateurclubs dürfen lediglich in Zehnergruppen trainieren, Testspiele sind ihnen untersagt. So können sich die Teams auf die neue Saison, die im September beginnen soll, aber nicht vorbereiten. In anderen Bundesländern sind Kompletttraining und Testspiele erlaubt.

"Es ist fünf Monate her, dass die Einschränkungen in Kraft getreten sind. Die Schulen öffnen, die Innenstädte und die Strände sind voll. Warum soll es mit einem guten Hygienekonzept nicht möglich sein, elf gegen elf Fußball zu spielen?", will Döring wissen. "Es muss etwas passieren, es wird immer schwerer, den Vereinen gegenüber zu argumentieren."

Am Mittwoch hat der SHFV einen Termin im Innenministerium des Landes. "Ich glaube herausgehört zu haben, dass die Entscheidungen in Sachen Wettkampf-Betrieb und -Vorbereitung nicht ganz endgültig sind", sagte Döring. Ziel ist es, Training mit dem kompletten Kader sowie Testspiele vom 17. August an zu erlauben. "Wenn sich bei uns nichts ändert, dann kann es keinen Start im September geben", warnte Döring.

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