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Hamburg & Schleswig-Holstein Einbürgerungsbilanz 2019: Großbritannien erstmals an Platz 1

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Hamburg (dpa/lno) - Insgesamt 714 in Hamburg lebende Briten haben sich vergangenes Jahr einbürgern lassen, damit steht Großbritannien erstmals an der Spitze der Rangfolge der Einbürgerungs-Herkunftsstaaten. Als Grund hierfür sieht die Leiterin des Einwohner-Zentralamtes, Annette Kindel, den Brexit: "Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Diskussionen und Entscheidungen rund um den Brexit das Interesse an einer deutschen Staatsangehörigkeit der in Hamburg lebenden Briten beeinflusst hat."

Wie aus der Pressemitteilung des Einwohner-Zentralamtes hervorgeht, haben 2019 insgesamt 5838 Hamburger und Hamburgerinnen die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Anstieg, 2018 lag die Zahl noch bei 5772. An Platz zwei der Hauptherkunftsländer 2019 stand Afghanistan mit 695 Einbürgerungen. Es folgten Türkei, Iran, Polen und Ghana. Zusammen mit den Kapverdischen Inseln und Burundi sind weitere 121 Herkunftsländer von fünf Kontinenten in der Statistik vertreten. Unter den Neubürgern waren insgesamt 3012 Frauen sowie 2826 Männer.

Bei mehr als der Hälfte der Fälle lag neben der deutschen eine weitere Staatsangehörigkeit vor, die Einbürgerung erfolgte hier unter Hinnahme der Mehrstaatigkeit. 819 der Menschen waren zum Zeitpunkt der Einbürgerung minderjährig, während 366 zu der Altersklasse 65+ zählten. Die beiden Ältesten waren 94 Jahre alt.

Einwohner-Zentralamt

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