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Hamburg & Schleswig-Holstein FDP-Minister Garg freut sich auf seinen Freund aus den USA

Mit einer Schutzmaske steht Heiner Garg (FDP) bei einer Demonstration am Grenzübergang Padborg. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

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Sechs Monate coronabedingt getrennt: Der FDP-Politiker Heiner Garg freut sich, dass unverheiratete Paare aus Nicht-EU-Staaten sich wieder in Deutschland treffen können. Er hatte selbst dafür demonstriert - sein Partner lebt in New York.

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) freut sich für alle unverheirateten Paare, die sich bald wieder in den Arm nehmen können - so wie er selbst und sein in New York lebender Partner. Seit Montag dürfen unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten wieder nach Deutschland einreisen. Wegen der Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie konnten sich zahlreiche Betroffene seit Monaten nicht mehr persönlich treffen.

"Eine ebenso richtige wie überfällige Entscheidung", sagte Garg am Montag der Deutschen Presse-Agentur." Allerdings sollte die Regelung, dass man sich mindestens einmal in Deutschland getroffen haben muss, dringend überarbeitet werden. Er dankte allen, die sich seit Wochen und Monaten für die Reisemöglichkeiten unverheirateter Paare trotz Corona-Pandemie eingesetzt haben.

"Mein besonderer Dank gilt der EU Kommissarin Ylva Johansson für ihre klare menschenfreundliche Haltung, Menschen, die sich lieben nicht dauerhaft zu trennen. Ebenso danke ich Heiko Maas, der sich für die Bundesregierung klar für eine menschliche Lösung eingesetzt hat. Und natürlich freue ich mich, dass ich meinen Lebensgefährten nach mehr als sechs Monaten der Trennung demnächst endlich wiedersehen kann." Die beiden sind laut Garg seit acht Jahren zusammen. Am 25. Juli hatte Garg am deutsch-dänischen Grenzübergang Padborg für Liebe ohne Corona-Grenzen demonstriert.

Die Details der jetzt gefundenen Regelung stehen allerdings in der Kritik: Neben einer Einladung des in Deutschland lebenden Partners und einer gemeinsam unterschriebenen Erklärung müssen die Paare nämlich nachweisen, dass ihre Beziehung dauerhaft angelegt ist - entweder durch einen früheren gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland.

Doch speziell die Voraussetzung eines Treffens auf deutschem Boden sorgt beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften für Unmut: Innenminister Horst Seehofer (CSU) stelle die Betroffenen damit unter Generalverdacht, klagte Verbandssprecherin Carmen Colinas im Südwestrundfunk.

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