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Hamburg & Schleswig-Holstein Fahrer hält bei Verfolgungsjagd mit Auto auf Polizisten zu

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

(Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild)

Rendsburg (dpa/lno) - Mit Straßensperren und Schüssen hat die Polizei einen Autofahrer in Schleswig-Holstein nach einer halbstündigen Verfolgungsjagd gestoppt. Der 30-Jährige widersetzte sich gegen 21.20 Uhr einer Kontrolle in Rendsburg, durchbrach Sperren, fuhr mit hohem Tempo auf Polizisten zu und rammte mehrere Polizeiwagen, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte.

Vergeblich versuchten Einsatzkräfte den Mann auf seiner Flucht durch Abdrängen zu stoppen. Bei Owschlag (Kreis Rendsburg-Eckernförde) fuhr er auf die Autobahn 7 und raste in Richtung Süden. Dabei drängte er einen Streifenwagen in die Mittelplanke. Kurz hinter der Anschlussstelle Büdelsdorf stoppten mehrere Polizeiwagen die Fahrt kurzfristig. Der Mann fuhr jedoch gegen die Autos, die ihn eingekeilt hatten. Beamte feuerten auf die Reifen des Wagens. Trotz Beschädigung eines Reifen lenkte der 30-Jährige seinen Pkw als Geisterfahrer über die Autobahn. Wenig später auf der Bundesstraße 203 bei Borgstedtfeld drängte die Polizei ihn schließlich in einen Graben.

Polizisten schlugen dort die Autoscheiben des Fluchtautos ein und setzten Reizgas ein, weil der laut Polizei äußerst aggressive Mann die Türen verriegelt hatte. Dann nahmen sie den polizeibekannten Deutschen gegen 21.50 Uhr schließlich fest. Ihm wird nach Polizeiangaben unter anderem versuchter Totschlag gegen Beamte vorgeworfen. Eine Beamtin wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Vier Polizeiautos wurden beschädigt, einige von ihnen schwer. Die Schadenshöhe wurde auf deutlich mehr als 50 000 Euro geschätzt.

© dpa-infocom, dpa:210122-99-130416/2

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