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Hamburg & Schleswig-Holstein Falko Droßmann will für Kahrs in den Bundestag

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Hamburg (dpa/lno) - Der Bezirksamtschef von Hamburg-Mitte, Falko Droßmann, will als Nachfolger von Johannes Kahrs bei der nächsten Bundestagswahl Direktkandidat im Wahlkreis Hamburg-Mitte werden. Mit Blick auf die schlechten Umfragewerte der SPD im Bund sagte der Oberstleutnant der Luftwaffe dem "Hamburger Abendblatt" (Freitag): "Es gibt keinen Sinn, in eine Schlacht zu ziehen, wenn man weiß, dass man sie nicht gewinnen kann. Ich bin aber der Überzeugung, durch meine Erfahrung und meine politischen Themen sehr wohl Menschen überzeugen zu können, der richtige Kandidat zu sein."

Damit gibt es bislang drei Interessenten um die Direktkandidatur. Neben Droßmann sind dies die Bezirkspolitiker Meryem D. Celikkol und Yannick Regh. Droßmann, der sich für den Wahlkampf beurlauben lassen und seine Kandidatur nicht über die Landesliste absichern will, sieht darin kein Problem: "Ich bin mir sicher, dass wir während der Ausscheidung, aber auch danach, gut miteinander klar kommen werden." Am Ende werde es einen Kandidaten geben, hinter dem sich alle versammeln müssten. "Sonst können wir es gleich sein lassen."

Droßmann - Trauzeuge und enger Vertrauter von Kahrs, der Anfang Mai im Streit um das Amt des Wehrbeauftragten von allen politischen Ämtern zurückgetreten war - kündigte an, bei seiner Kandidatur die soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund zu stellen. "Es geht um sozialdemokratische Kernthemen wie Rente, Gesundheit, Pflege, Grundsicherung und Chancengerechtigkeit." Dort sei schon viel erreicht worden, "aber wir müssen über grundsätzliche Dinge reden", sagte der 46-Jährige.

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