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Hamburg & Schleswig-Holstein Fischtreppe Geesthacht: Neue Lockströmung in Betrieb

Blick auf die Fischtreppe an der Elbe. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild)

Geesthacht (dpa/lno) - Wanderfische können jetzt wieder leichter zu ihren Laichgebieten in der Oberelbe gelangen. Am Wehr in Geesthacht im Kreis Herzogtum Lauenburg ist am Mittwoch eine neue Lockströmung in Betrieb genommen worden. Sie weise den Fischen den Weg in die Aufstiegsanlage und erleichtere ihnen den Weg elbaufwärts, teilte die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit. Die Fischtreppe Geesthacht war seit Ende 2019 defekt, nachdem das Wasserstraße- und Schiffahrtsamt (WSA) Lauenburg massive Bauschäden an der Anlage festgestellt hatte.

Die jetzt in Betrieb genommene Heberleitung soll die zuvor blockierte Lockströmung am Nordufer der Elbe mit Hilfe von zehn Rohrleitungen wieder herstellen. Auf flexible und unbürokratische Weise habe das Amt am Wehr Geesthacht für die Zeit bis zu einer endgültigen technischen Lösung an der Nordseite des Wehres durch den Kraftwerksbetreiber Vattenfall die Situation der Wanderfische erheblich verbessert, sagte der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte.

Vattenfall hatte die Fischtreppe 2010 als Ausgleichsmaßnahme errichtet, um für sein Kohlekraftwerk Moorburg Kühlwasser aus der Elbe entnehmen zu dürfen. Das rund 30 Millionen Euro teure Bauwerk gilt nach Angaben von Vattenfall als größte Fischaufstiegsanlage Europas. Sie ermöglicht es auch großen Wanderfischen wie Lachs und Stör gegen die Strömung elbaufwärts zu ihren Laichgründen zu schwimmen.

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