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Hamburg & Schleswig-Holstein Flüchtling in Kieler Flüchtlingsunterkunft erstochen

Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Kiel (dpa/lno) - In einer Kieler Flüchtlingsunterkunft ist ein 30-Jähriger mit einem Messer getötet worden. Ein 28 Jahre alter Tatverdächtiger befindet sich in Polizeigewahrsam, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde am selben Tag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Der Mann kam in ein Gefängnis. Mutmaßlicher Täter und Opfer stammen nach Angaben der Behörden beide aus Somalia.

Der Tatverdächtige hatte sich den Angaben zufolge in der Nacht zum Dienstag an einen Security-Mitarbeiter der Unterkunft Schusterkrug gewandt, er habe eine Auseinandersetzung mit einem ihm bekannten Mann, der ebenfalls in der Unterkunft lebt, gehabt. Polizeibeamte suchten die Wohnung des 30-Jährigen auf und fanden diesen tot vor.

Nach bisherigem Ermittlungsstand soll es zwischen den beiden zu einem Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der Tatverdächtige eigenen Angaben zufolge mit einem Messer auf seinen Bekannten eingestochen haben soll. Das endgültige Ergebnis der angeordneten Obduktion zur Bestimmung des Todeszeitpunkts und der Todesursache standen noch nicht fest. Über das Motiv oder die Hintergründe der Tat machten die Behörden zunächst keine Angaben.

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