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Hamburg & Schleswig-Holstein Flüchtlingszahl im April minimal gestiegen

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Kiel (dpa/lno) - In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind 1440 neue Flüchtlinge in Schleswig-Holstein eingetroffen und damit fast 100 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum (1537). Das geht aus Angaben des Innenministeriums vom Mittwoch hervor. Im April kamen demnach 354 Menschen und damit erstmals in diesem Jahr minimal mehr als im gleichen Vorjahresmonat (343). Die meisten Flüchtlinge stammen derzeit aus dem Iran, aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

In den Landesunterkünften waren am Dienstag 604 Flüchtlinge in Neumünster untergebracht, 466 in Boostedt und 417 in Rendsburg. Erhöht hat sich den Angaben zufolge die Zahl der Abschiebungen: Im April waren es 50, nach 35 im März sowie 14 im Januar und Februar zusammen. Zudem gab es im April 61 freiwillige Ausreisen, nach 74 im März.

"Schleswig-Holstein nimmt mit der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen seine humanitäre Verantwortung wahr", sagte Innenstaatssekretär Torsten Geerdts. "Wir sorgen zugleich dafür, dass Menschen ohne Bleiberecht nach Abschluss rechtsstaatlicher Verfahren ihrer Ausreiseverpflichtung nachkommen." Abschiebungen gebe es nur dann, wenn vorher alle Bemühungen scheitern, Betroffene zur freiwilligen Ausreise zu bewegen. "Ich bedaure sehr, dass wir zur Durchsetzung von Recht und Gesetz zunehmend zu diesem letzten Mittel greifen müssen", sagte Geerdts.

Innenministerium zur Zuwanderung

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