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Hamburg & Schleswig-Holstein Frau erstickt: 23-Jähriger wegen Totschlags vor Gericht

Der Angeklagte (l) sitzt zu Beginn des Prozesses neben seinen Anwälten. Foto: Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

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Hamburg (dpa/lno) - Mit der Verlesung der Anklage hat am Montag vor dem Hamburger Landgericht der Prozess gegen einen 23-jährigen Mann begonnen. Dem Libyer wird vorgeworfen, Anfang des Jahres im Fahrradkeller eines Wohnhauses eine junge Frau getötet zu haben. Zuvor soll er mit der 20-Jährigen gegen ihren Willen Sex gehabt haben und sie anschließend ohne oder mit seiner Jeanshose erstickt haben. Das Opfer war zuvor mit Drogen betäubt worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte das Geschehen in ihrer Anklageschrift noch als Mord in Tateinheit mit Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall bewertet. Das Gericht sah dafür nach vorläufiger Bewertung aufgrund der Aktenlage jedoch nicht hinreichend Beweise. Es sind nach Angaben des Gerichts acht Prozesstage geplant.

Die junge Frau war Mitte Januar 2021 leblos im Keller des Mehrfamilienhauses gefunden worden, in dem sie mit ihrer Familie lebte. Der Verdächtige selbst hatte die Rettungskräfte gerufen und wurde wenig später festgenommen. Die junge Frau und der Angeklagte hatten sich ein halbes Jahr vor der Tat über Facebook kennengelernt. Die 20-Jährige hatte den Angeklagten wegen Stalkings angezeigt.

© dpa-infocom, dpa:211018-99-638089/2

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