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Hamburg & Schleswig-Holstein Ganztagsbetreuung: Land entlastet Kommunen um elf Millionen

Karin Prien (CDU), Bildungsministerin von Schleswig-Holstein. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archiv

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Kiel (dpa/lno) - Die Landesregierung hat beschlossen, den kommunalen Anteil von knapp elf Millionen Euro am Ausbauprogramm der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder zu übernehmen. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) teilte dies am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie betonte, die qualitative und quantitative Verbesserung der Ganztagsbetreuung stehe als großer Punkt auf der bildungspolitischen Agenda.

Zwar hätten sich landesweit zahlreiche allgemeinbildende Schulen und Förderzentren zu Ganztagsschulen entwickelt. "Dennoch gibt es Weiterentwicklungsbedarf, mehr Ganztagsplätze mit längeren Öffnungszeiten." Dabei sei die Vereinbarung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es stehe aber außer Frage, dass ein so großes Vorhaben insgesamt nur in gemeinsamer Verantwortung und über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden könne. "Deshalb fordern wir weiter vom Bund, dass er sich auch fortlaufend finanziell an den Betriebskosten beteiligt", sagte Prien

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) betonte: "Es ist gut, dass wir die Bundesmittel binden und weitere Schritte in Richtung Ganztagsbetreuung gehen können." Die andauernde Niedrigzinsphase und "unsere solide, vorsorgende Haushaltspolitik" machten es möglich, die elf Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt zu bezahlen.

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