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Hamburg & Schleswig-Holstein Gewerkschaft: 1000 Euro für Beschäftigte im Gastgewerbe

Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Hamburg (dpa/lno) - Nach der neuerlichen Verlängerung des Teil-Lockdowns bis vorerst 10. Januar hat die Gewerkschaft NGG vom Bund eine Soforthilfe von 1000 Euro je Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe verlangt. "Köchinnen, Kellner und Hotelangestellte haben seit dem Frühjahr mit massiven finanziellen Einbußen durch die Kurzarbeit zu kämpfen", erklärte die NGG-Geschäftsführerin für die Region Hamburg-Elmshorn, Silke Kettner, am Donnerstag. Wegen meist niedriger Löhne und fehlender Trinkgelder seien die letzten Reserven inzwischen aufgebraucht. "Das Geld reicht kaum mehr für die Miete - von Weihnachtsgeschenken ganz zu schweigen."

Nach NGG-Angaben sind allein in Hamburg knapp 4000 Unternehmen im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie 52 000 Beschäftigte betroffen. Die Politik greife den Firmen im Gastgewerbe allein im Dezember mit 17 Milliarden Euro unter die Arme, um eine Pleitewelle zu verhindern. "Jetzt darf sie die Beschäftigten nicht im Regen stehen lassen", betonte Kettner. Eine Beschäftigten-Nothilfe im Dezember würde nach NGG-Schätzungen rund 600 Millionen Euro kosten. Die Gewerkschaft forderte zudem, die Auszahlung der Unternehmenshilfen an den Erhalt von Arbeitsplätzen zu knüpfen. "Es darf nicht sein, dass sich Wirte und Hoteliers jetzt 75 Prozent des Vorjahresumsatzes erstatten lassen und wenig später ihre Mitarbeiter vor die Tür setzen", sagte Kettner.

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