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Hamburg & Schleswig-Holstein Gewerkschaft warnt: Viele arbeiten in Corona-Krise am Limit

Mitarbeiterinnen in einem Supermarkt tragen Schutzmasken, während sie vor der Ladenöffnung die Regale mit Waren bestücken. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Immer wieder Regale auffüllen und Kassieren - teilweise bis spät in die Nacht: Die Arbeit im Supermarkt ist in der Corona-Krise besonders kräftezehrend. Vor einer Überlastung der Arbeitnehmer warnte am Mittwoch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Region Hamburg-Elmshorn. "Überstunden und Extra-Schichten sind in der Lebensmittelindustrie schon seit Wochen an der Tagesordnung", sagte Geschäftsführerin Silke Kettner. Die 8700 Beschäftigten in der Hamburger Lebensmittelindustrie arbeiteten zurzeit am Limit.

Um sich besser zu schützen, rät die Gewerkschaft Arbeitnehmern, Missstände genau zu beobachten und zu melden. Wer unter Überlastung leide, solle sich an die Gewerkschaft oder den Betriebsrat wenden: "Corona darf nicht dafür herhalten, die Höchstgrenzen bei der Arbeitszeit auszuhebeln", sagte Kettner.

Auch die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dürften nicht vernachlässigt werden: "Die Firmen müssen dafür sorgen, dass genug Schutzkleidung da ist und die Abstandsregeln - etwa an Produktionsstraßen - eingehalten werden. Der Schutz vor Infektionen hat höchste Priorität", betonte Silke Kettner.

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