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Hamburg & Schleswig-Holstein Goldschmidt will Preis für Wärmestrom begrenzen

Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) steht auf einem Deich.

(Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild)

Günstigeren Strom für die Nutzung durch Wärmepumpen fordert Schleswig-Holsteins Umweltminister. Tobias Goldschmidt will damit das Ende der Gasnutzung beschleunigen.

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt hat ein Preislimit für Strom beim Betrieb von Wärmepumpen gefordert. "Eine Preisobergrenze von 30 Cent pro Kilowattstunde für Wärmestrom könnte ein wichtiger Anreiz für viele Menschen sein, das Ende der Gasversorgung bei sich zuhause einzuläuten", sagte Goldschmidt der Deutschem Presse-Agentur. Die Bundesregierung müsse in den Verhandlungen über die Energiepreisbremsen einen starken Impuls für die Wärmewende setzen.

"Dieses Jahr werden voraussichtlich rund 230.000 neue Geräte in Deutschlands Wohnungen und Häusern installiert", sagte Goldschmidt. Jedes Gerät reduziere die Abhängigkeit von klimaschädlichen Energieimporten.

Nach aktuellen Plänen der Bundesregierung soll für private Haushalte eine Grundmenge von 80 Prozent des bisherigen Verbrauchs staatlich subventioniert werden - gedeckelt auf 12 Cent pro Kilowattstunde für Gas und 40 Cent bei Strom. Darüber hinaus gelten die höheren Marktpreise. Die von Goldschmidt vorgeschlagene Grenze für Wärmestrom läge zehn Cent unter dem Preis für regulären Strombezug für Haushalte.

"Die aktuelle Energiekrise ist vor allem eine Krise des fossilen Erdgases", sagte Goldschmidt. "Wir erzeugen im Norden viel Strom aus erneuerbaren Energien und wollen diesen effizient nutzen können, auch um unsere Heizungen zu betreiben." Eine Preisbremse würde das unterstützen.

Quelle: dpa

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