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Hamburg & Schleswig-Holstein Große Orkan-Übung an der Westküste

Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister von Schleswig-Holstein. Foto: Carsten Rehder/Archiv

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Mit einer Übung an der schleswig-holsteinischen Westküste wollen Einsatzkräfte am Sonnabend das Zusammenwirken im Falle einer schweren Sturmflut testen. Nach Angaben des Innenministeriums vom Mittwoch werden sich daran 1430 Haupt- und Ehrenamtler aus den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen beteiligen. Im Kreis Steinburg kommen noch etwa 220 Freiwillige dazu, die sich retten lassen werden. "Ihnen allen danke ich herzlich", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU).

Die Übung "Blanker Hans" soll im Unterelberaum von 7.00 bis etwa 14.00 Uhr dauern. Beteiligt sind Führungsstäbe und Leitstellen von Polizei und Bundespolizei, Feuerwehren und Rettungsdienste. Auch die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, Küstenschutzbehörden sowie Deich- und Sielverbände sind eingebunden.

"Diese Vielzahl an beteiligten Organisationen zeigt, wie wichtig die Abstimmung zwischen allen Beteiligten Organisationen ist", sagte Grote. "Deshalb werbe ich für das Verständnis der Bevölkerung, wenn es während der Übung zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen sollte. Und selbstverständlich werden auch Sirenen zu hören sein."

Das Übungsszenario geht von einer schweren Orkanlage mit der Gefahr von Deichschäden, Deichbrüchen und Überflutungen aus. Allein im Kreis Steinburg werden rund 150 Einsatzfahrzeuge unterwegs sein. Geübt wird unter anderem auch die Verlegung pflegebedürftiger Menschen in eine Notunterkunft in Itzehoe. Im Kreis Pinneberg liegt der Schwerpunkt in der Haseldorfer Marsch.

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