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Hamburg & Schleswig-Holstein Großer Andrang auf Impftermine - Corona-Inzidenz sinkt

Der Rathausmarkt in Hamburg ist nahezu menschenleer. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Die Nachfrage nach Impfterminen ist in Hamburg ungebrochen. Als Flaschenhals entpuppen sich nicht die Termine, sondern der Impfstoff. Den Bürgermeister nervt das sichtlich.

Hamburg (dpa/lno) - In Hamburg hat es bei der Vergabe neuer Impftermine erneut einen Ansturm gegeben. "Es gibt einen erwartbar hohen Andrang", sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Allein am Vormittag seien rund 15 000 Termine vergeben worden. Insgesamt sollten im Laufe des Tages 33 500 Termine für Erst- und Zweitimpfungen im zentralen Impfzentrum in den Messehallen freigeschaltet werden. Zum Impfen aufgerufen sind Menschen über 80 sowie Mitarbeiter der mobilen und stationären Pflegedienste.

Die Impfquote lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Hamburg bei 2,5 Prozent und damit knapp über dem Bundesdurchschnitt (2,3 Prozent). 57 119 Impfdosen, davon 10 745 Zweitdosen, wurden demnach bisher in der Hansestadt verabreicht. Angesichts weiter knappen Impfstoffs forderte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) von Herstellern und Bundesregierung mehr Transparenz und Planbarkeit.

Auch wer am Montag noch keinen Termin bekommen habe, braucht laut Heflrich die Hoffnung nicht verlieren: "Es wird so sein, dass im Verlauf dieser und der kommenden Wochen immer wieder Kontingente mit Tausenden Terminen freigeschaltet werden." Helfrich appellierte an alle Impfwilligen, den über 80-Jährigen und dem Pflegepersonal den Vortritt zu lassen. Wer nicht zu dieser priorisierten Gruppe gehöre, sollte Abstand davon nehmen, den Terminservice anzurufen.

Die Termine werden unter der bundeseinheitlichen Nummer 116 117 oder online unter impfterminservice.de vergeben. Es sei von Vorteil, von einer Hamburger Festnetznummer anzurufen. "Dann landen sie auch in einem Hamburger Call-Center", sagte Helfrich. Andere Rufnummern würden hingegen von einem bundesweit operierenden Call-Center bearbeitet.

Unterdessen sank die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, in Hamburg auf 86,1 und damit den niedrigsten Wert seit Ende Oktober. 155 neu nachgewiesene Fälle kamen laut Gesundheitsbehörde am Montag hinzu. Die Zahl der Corona-Toten stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 1073.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden laut Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) am Montag 88 Corona-Patienten behandelt. Das waren 4 mehr als am Freitag; 55 Intensivpatienten mussten demnach invasiv beatmet werden.

© dpa-infocom, dpa:210201-99-257046/4

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