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Hamburg & Schleswig-Holstein Grote: Sportbetrieb findet nicht mehr statt

Andy Grote (SPD), Innensenator von Hamburg, spricht im Rathaus. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

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Hamburg (dpa/lno) - Hamburger Sportvereine und Sportler müssen von Montag an wegen der Corona-Pandemie wieder deutliche Einschränkungen hinnehmen. "Der Sportbetrieb findet nicht mehr statt - mit einigen Ausnahmen", sagte Sport- und Innensenator Andy Grote (SPD) am Freitag bei der Landespressekonferenz in Hamburg. "Man kann alleine, zu zweit oder mit Angehörigen desselben Haushaltes weiter Sport treiben und dafür auch die Sportanlagen im Freien nutzen." Auch ärztlich verordneter Rehasport und Kader- und Profisport ohne Zuschauer seien möglich.

Um finanzielle Schwierigkeiten bei den Vereinen, Sportveranstaltern und Rehasport-Anbietern ausgleichen zu können, soll in der kommenden Woche ein zweiter, millionenschwerer Nothilfefonds auf den Weg gebracht werden. "Hamburg wird auf jeden Fall in einer Größenordnung von etwa vier Millionen Euro weitere Hilfen für den Sport bereit stellen", sagte Grote dazu. Der Fonds müsse nächste Woche noch mit den Bundeshilfen abgeglichen werden. Es handele sich dabei um nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 40 000 Euro pro Verein.

Der rot-grüne Senat hat am Freitag beschlossen, dass Hamburg die Bund-Länder-Vereinbarungen vom Mittwoch von Montag an umsetzen wird. Danach bleiben Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden zwar offen. Doch müssen alle Restaurants, Kneipen, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios und Kinos von Montag an bis Ende November wieder schließen. Veranstaltungen werden gestrichen und Zuschauer in der Bundesliga wieder verboten.

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