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Hamburg & Schleswig-Holstein Günter Grass-Haus macht "Die Blechtrommel" virtuell erlebbar

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Lübeck (dpa/lno) - Die Virtuelle Realität (VR) hat Einzug ins Lübecker Günter Grass-Haus gehalten. Mit Hilfe einer VR-Brille können Besucher in die Welt von Günter Grass' 1959 erschienenen Roman "Die Blechtrommel" eintauchen. "Dadurch wollen wir die Menschen motivieren, den Roman zum ersten oder auch zum wiederholten Mal zu lesen", sagte der Leiter des Hauses, Jörg-Philipp Thomsa, bei der Vorstellung am Freitag. Das Projekt "Inside Blechtromel" hat rund 220 000 Euro gekostet, die zu 90 Prozent von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters, übernommen wurden.

Die VR-Brille lässt die Museumsbesucher einige der in der "Blechtrommel" beschriebenen fiktiven literarischen Orte erleben. Ausgangspunkt ist ein im Museum nachgebauter Danziger Kaufmannsladen aus den 1930-er Jahren, der im Roman eine Rolle spielt. In dem virtuellen Raum können Besucher Dinge berühren und sich in die Welt des Oskar Matzerath, die Schlüsselfigur des Romans, hineinversetzen.

Nach dem rund zehn Minuten dauernden Erlebnis der virtuellen Realität bietet ein Multitouchtisch Hintergrundinformationen zu den Inhalten des virtuellen Erlebnisses, die alle auf den Beschreibungen im Roman basieren.

"Mit dem Projekt beschreiten wir Neuland in der Darstellung von virtueller Realität in der Museumspräsentation", sagte Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). "Damit setzen die Museen Maßstäbe und leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur digitalen Strategie der Stadt", sagte er.

Günter Grass-Haus zur Ausstellung

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