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Hamburg & Schleswig-Holstein Gymnasiallehrer für Unterricht mit halbierten Klassen

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Kiel (dpa/lno) - Die Gymnasiallehrer in Schleswig-Holstein fordern angesichts der verschärften Corona-Situation kleinere Schulklassen. "Eine Halbierung der Klassen- und Kursgrößen wäre in der gegenwärtigen Krisenlage nicht nur pädagogisch geboten, sondern auch der beste Beitrag zum Gesundheitsschutz der Schüler- und der Lehrerschaft", sagte am Donnerstag der Landesvorsitzende des Philologenverbandes, Jens Finger. "Noch sind die schleswig-holsteinischen Schulen keine Infektionsherde, aber dabei soll es auch bleiben."

Das Bildungsministerium hatte sich am Dienstag dagegen ausgesprochen, bei den bisherigen Infektionszahlen im Norden den Präsenzunterricht zu halbieren. Dies widerspräche dem Ziel, bei gebotener Vorsicht so viel Präsenzunterricht wie möglich zu erreichen. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hatte sich für Unterricht mit halbierten Klassen in Gebieten mit hohen Infektionszahlen eingesetzt.

Der Philologenverband unterstütze die eindeutige Priorisierung des Präsenzunterrichts, erklärte der Landesvorsitzende Finger. Das erfordere aber auch, für den Fall erneut notwendig werdender regionaler Schulschließungen einen realistischen und praktikablen "Plan B" zu konzipieren. Hier gebe es noch deutliche Schwächen. Eine Reihe kommunaler Schulträger habe die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel noch nicht einmal abgerufen. Das gelte sowohl für die Versorgung mit digitalen Endgeräten für den Fernunterricht als auch für Hygienemaßnahmen.

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